Am 24. August 2026 schaltet OpenAI Werbung in ChatGPT für Deutschland frei, zusammen mit 30 weiteren europäischen Märkten. Angekündigt wurde das am 18. August, sechs Monate nach dem Start des US-Pilots. Damit wird ChatGPT Ads zur ersten KI-Werbung mit relevanter Reichweite, die du im deutschen Markt einkaufen kannst.
Zwei Dinge vorweg, weil sie den größten Teil der Aufregung wieder einfangen.
Du kannst nicht einfach ein Konto aufmachen. Der Einkauf läuft zum Start über das OpenAI Ads Solutions Team, über Agenturpartner (Publicis, Omnicom, WPP, Havas, Dentsu, MediaPlus) und über Technologiepartner wie Adobe, Criteo, Kargo, Pacvue und StackAdapt. Der Self-Service Ads Manager soll später im Quartal kommen, ein Datum hat OpenAI nicht genannt.
Die Anzeige verändert die Antwort nicht. OpenAI nennt das Prinzip „answer independence“. Werbung steht gekennzeichnet unter der Antwort und bleibt von ihr getrennt. Wer Budget in ChatGPT Ads steckt, kauft Sichtbarkeit neben der Empfehlung, keine Empfehlung. Damit trennt sich GEA, also bezahlte Platzierung in generativen Oberflächen, sauber von GEO, also der Arbeit daran, in der Antwort selbst genannt zu werden. Das ist der wichtigste Satz in diesem ganzen Artikel.

Vorteile und Nachteile auf einen Blick
Hier siehst du auf einen Blick, ob sich ein Einstieg in ChatGPT Ads für dich schon lohnt.
Die Vorgeschichte: Vom Notnagel zum zweiten Standbein
Sam Altman hat Werbung in ChatGPT jahrelang als letzte Option bezeichnet. Am 16. Januar 2026 hat OpenAI die Kehrtwende offiziell gemacht. Fidji Simo veröffentlichte die Anzeigen-Prinzipien und kündigte Tests für die Free- und Go-Tarife in den USA an. Die fünf Anzeigen-Prinzipien: Missionsbezug, Antwortunabhängigkeit, Vertraulichkeit der Konversationen, Wahlfreiheit bei der Personalisierung und langfristiger Nutzerwert vor kurzfristigem Umsatz.
Am 9. Februar 2026 ging der ChatGPT Ads Pilot live, zunächst für eingeloggte Erwachsene in den USA. Zu den ersten Testkunden gehörten Williams-Sonoma, Target und The Knot Worldwide. Ausgeschlossen waren von Anfang an Konten, die OpenAI als minderjährig einstuft, aber auch Umfelder rund um Gesundheit, mentale Gesundheit und Politik.
Was danach passierte, ist für Performance-Leute die eigentlich interessante Geschichte, weil sie sich wie ein im Zeitraffer nachgebautes Google Ads liest:
- Februar: Start mit CPM-Geboten. Digiday berichtete, dass angesprochene Werbekunden 60 Dollar pro tausend Impressionen genannt bekamen. Der Einkauf lief ausschließlich über Agenturpartner.
- April und Mai: Ads Manager in der Beta, dann Self-Service für alle US-Werbetreibenden. Der Mindestumsatz von 50.000 Dollar fiel weg. CPC-Gebote kamen dazu, dazu OpenAI Pixel und Conversions API.
- Mai: Produktfeed-Kampagnen. Händler können ihren Katalog anbinden, statt Anzeigen einzeln zu bauen. Format identisch mit dem, was ohnehin an Google Shopping geht.
- Juni: Großbritannien als erster europäischer Markt, wieder ohne Self-Service, mit Dentsu als Launch-Partner und Zalando als frühem Werbekunden.
- August: Digiday verifiziert Screenshots eines Produktkarussells. Mehrere Produkte eines Händlers in einer Anzeigenfläche, gespeist aus dem Feed. Welche Anfrage ein Karussell bekommt und welche die einzelne Anzeige, entscheidet OpenAI.
Parallel dazu hat OpenAI die Gebotslogik erweitert. Nach CPM und CPC unterstützt die Plattform inzwischen einen conversion-optimierten Cost-per-Click. Auch Geo-Targeting und benutzerdefinierte Zielgruppen sind in ChatGPT Ads vorhanden. Nach OpenAIs eigener Angabe haben „Zehntausende“ Werbetreibende bislang in ChatGPT geworben.
Sechs Monate hat Open Ai und ChatGPTAds von der ersten Testanzeige bis zu einer Plattform mit Feed-Anbindung, Conversion-Gebot und Messpixel gebraucht. Google hat für denselben Weg Jahre benötigt, hatte aber auch kein Vorbild zum Abgucken.

Was in ChatGPT Ads eigentlich verkauft wird
In der klassischen Suche gibt der Nutzer eine Frage ein und bekommt eine Ergebnisliste. Anzeigen stehen mit in dieser Liste, meist oben, gekennzeichnet und im Aufbau kaum von den organischen Treffern unterscheidbar. Der Nutzer vergleicht die Einträge und klickt auf die Anzeige, die ihm die beste Antwort auf seine Frage verspricht. Erst auf der Zielseite bekommt er seine Antwort. Deine Anzeige konkurriert also um genau diesen Klick, und der Klick ist der Moment, in dem die Frage beantwortet wird. Du bezahlst also dafür, die Antwort auf eine Frage zu sein.
In ChatGPT ist die Frage schon beantwortet, bevor deine Anzeige ins Bild kommt. Die Empfehlung steht oben im Text, deine Anzeige steht darunter. Du kaufst also keinen Platz in der Antwort und auch nicht die Empfehlung, du kaufst einen Platz daneben. Das ist der wichtige Unterschied!
Das ist auch erstmal ein Nachteil. Wenn die Antwort schon dasteht, klicken weniger Leute auf die Anzeige darunter.
Trotzdem müssen wir hier genauer hinschauen: Interessant sind nämlich die, die trotzdem auf die Anzeige klicken. Sie haben gerade eine ausführliche Antwort zum Thema gelesen und wollen offenbar mehr wissen. Der Klick ist also bereits gefiltert und beeinflusst. Das ist ein anderer Klick als der auf Position 1 nach einem Zwei-Wort-Suchbegriff.
Aber die wenigen – wenn auch gut vorqualifizierte Klicks – rechnen sich erst dann richtig, wenn davon genug zusammenkommen. Um diese Frage zu beantworten, nennt OpenAI große Zahlen: Im Briefing zur Europa-Ausweitung nannte Colin Fleming, Enterprise CMO bei OpenAI, inzwischen eine Milliarde wöchentliche Nutzer bei 20% Anteil mit kommerzieller Absicht.
Ein kleiner, aber wichtiger Haken an Flemings Rechnung: Werbung sehen nur Free- und Go-Nutzer. Wie viele der 20% mit kommerzieller Absicht überhaupt ein Free- oder Go-Abo haben, veröffentlicht OpenAI nicht. Und: ChatGPT Ads können mit wenigen Klicks entpersonalisiert oder ganz ausgeschaltet werden.
Fazit: In der klassischen Suche bezahlst du dafür, Teil der Antwort zu sein. In ChatGPT bezahlst du dafür, neben der Antwort zu stehen. Es klicken weniger Leute, die aber besser vorqualifiziert sind. Ob sich das rechnet, hängt daran, wie viele Free- und Go-Nutzer mit Kaufabsicht und aktivierten Ads tatsächlich zusammenkommen. Diese Zahl kennen wir bisher nicht.

Status quo: Wo du heute auf KI-Oberflächen Werbung kaufen kannst
Der Markt zerfällt gerade in zwei Lager, und das ist für die Einordnung der OpenAI-Ankündigung wichtig.
Google AI Overviews. Über und unter der KI-Zusammenfassung laufen bestehende Search-, Shopping- und Performance-Max-Kampagnen aus, auch in Deutschland. Steuern oder auswerten lässt sich das auf dieser Ebene weiterhin nicht. Anzeigen innerhalb der Box gibt es nach wie vor nur in englischsprachigen Märkten. Details dazu haben wir im Beitrag zu Google Ads in AI Overviews, AI Mode und Gemini aufgeschlüsselt.
Google AI Mode. Auf der Google Marketing Live am 20. Mai 2026 hat Google vier Gemini-gestützte Formate vorgestellt: Conversational Discovery Ads, Highlighted Answers, KI-gestützte Shopping-Anzeigen und einen Business Agent for Leads. Alle vier befinden sich in Tests oder in begrenztem Rollout, die Ausweitung erfolgt Region für Region. Für den deutschen Markt gibt es kein Datum. Was der Google KI Modus sonst verändert, haben wir separat aufgeschrieben.
Gemini-App. Keine Anzeigen. Google hat bezahlte Werbung für Gemini Ende 2025 dementiert, aber die Formulierung seitdem aufgeweicht. Auf dem Quartals-Call im April sprach Chief Business Officer Philipp Schindler davon, dass sich ein im AI Mode funktionierendes Format auf die App übertragen ließe. Ein Termin existiert nicht, genauso wenig wie ein konkreter Plan zur Übertragung.
Perplexity. Ausgestiegen. Das Unternehmen hat sein Anzeigenprogramm im Februar 2026 beendet und gegenüber der Financial Times erklärt, gekennzeichnete Werbung mache Nutzer misstrauisch gegenüber der gesamten Antwort. Wer dort sichtbar sein will, braucht organische Zitierungen.
Claude. Anthropic hat sich öffentlich auf Werbefreiheit festgelegt und daraus ein Positionierungsargument gemacht.
Von allen großen Chatoberflächen bleibt damit genau eine übrig, die in Deutschland Anzeigenfläche verkauft, und das ist derzeit ChatGPT Ads bzw. Open Ai. Google wird aber ziemlich sicher nachziehen.
Was der US-Pilot gezeigt hat
In den USA sind ChatGPT Ads schon länger ein Thema. Ein Rückblick auf die Entwicklungen, Probleme und Möglichkeiten des US-Pilots lohnt sich, um daraus zu lernen.
Nicht genug Anzeigenfläche zu Beginn
Digiday sprach mit sieben Werbe-Führungskräften aus dem Pilotprogramm. Einer davon hatte OpenAI ein Budget von 250.000 Dollar zugesagt. Tatsächlich ausgeliefert wurden in vier Wochen Anzeigen für 2.500 Dollar, also ein Prozent der Zusage. Ein anderer beschrieb, dass nach dem Start im Februar wochenlang praktisch nichts passierte. Eine Agentur bezeichnete die geforderten Mindestzusagen im Rückblick als Blendwerk, weil zum Startzeitpunkt schlicht nicht genug Ausspielfläche existierte.
Nachjustierung und mehr Auslieferung.
Vier der sieben berichteten im Frühsommer, dass sie deutlich mehr Auslieferungen sahen. Ein Agenturvertreter bezifferte die Steigerung der Fill Rate auf 30 bis 50 Prozent gegenüber dem Start. Das Muster: Nutzer stellt eine Frage, bekommt Antwort plus Anzeige, stellt eine Folgefrage, bekommt die nächste.
Belastbare Zahlen fehlen bis heute.
OpenAI hat keine Benchmarks über mehrere Werbetreibende hinweg veröffentlicht. Marken wie DSW und The Knot wollten gegenüber Digiday keine Ergebnisse nennen oder hielten es für zu früh. Was kursiert, sind Einzelaccounts und Hochrechnungen von Anbietern, die im selben Markt Produkte verkaufen.
Kommerziell läuft es trotzdem.
Digiday meldete Ende April 100 Millionen Dollar annualisierten Werbeumsatz. Colin Fleming, Enterprise CMO bei OpenAI, nannte in einem Briefing ein Umsatzplus von über 25 Prozent seit Anfang August. Intern peilt OpenAI laut Digiday 2,5 Milliarden Dollar für 2026 an und 100 Milliarden bis 2030. eMarketer rechnet damit, dass das Jahresziel um rund 90 Prozent verfehlt wird. Zwei Zahlen, die sich nicht vereinbaren lassen, und eine gute Erinnerung daran, wie viel hier gerade Erwartungsmanagement ist.
Einordnung nach sechs Monaten Beobachtung:
Das Produkt ist echt, die Nachfrage ist echt, die Ausspielfläche ist der Engpass. Wer im Frühjahr in den USA eingestiegen ist, hat weniger eine Performance-Entscheidung getroffen als eine Lernentscheidung. Das gilt für Deutschland seit dem 24. August genauso. Aber: Wer weiß, welche Vorteile sich später durch den frühen Einstieg ergeben?
Was in Deutschland und der EU anders läuft
Der Unterschied zum US-Start ist rechtlicher Natur und substanziell.
Personalisierte Werbung ist unter der DSGVO eine Verarbeitung personenbezogener Daten und braucht eine Rechtsgrundlage. Meta hat jahrelang versucht, das über Vertragserfüllung und später über berechtigtes Interesse zu lösen, und ist damit vor Gericht und bei den Aufsichtsbehörden gescheitert. OpenAI überspringt diesen Umweg. In der am 14. August veröffentlichten EU-Datenschutzrichtlinie stützt sich das Unternehmen ausdrücklich auf Einwilligung, die jederzeit widerrufbar ist.
Zwei Zielgruppen statt einer
Mit Einwilligung
Mit Einwilligung darf OpenAI Werbehistorie, Interessen, Daten von Werbepartnern und Informationen über Käufe nach Anzeigenklicks für Personalisierung und Messung nutzen. Free- und Go-Nutzer steuern das über Werbeeinstellungen im Konto.
Ohne Einwilligung
Ohne Einwilligung wird trotzdem Werbung ausgeliefert, dann rein kontextuell. Grundlage ist die laufende Unterhaltung plus grober Standort. Chatverlauf und Memory bleiben außen vor.
Bedeutung für Werbetreibende
Zielgruppen-Targeting und Remarketing-Logiken werden in Europa strukturell schwächer greifen als in den USA. Was bleibt, ist Kontext, und Kontext ist in einer Umgebung, in der Menschen ihre Situation ausformulieren, kein schlechter Ersatz. Die Datenschutzexpertin Clara Westbrook von Arbor Law weist gegenüber Digiday auf einen anderen Punkt hin: Weil nur die günstigen Tarife Werbung sehen, könnten sich Nutzer gedrängt fühlen, für Werbefreiheit zu zahlen. Ob Aufsichtsbehörden das als „pay or consent“ einordnen, ist offen. Der AI Act mit seinen Transparenzpflichten seit dem 2. August 2026 und der Digital Services Act kommen als Rahmen dazu.
Rechne also nicht damit, dass das deutsche Produkt in sechs Monaten so aussieht wie das amerikanische heute.
Empfehlungen: Was du jetzt tun kannst, und was nicht
Ehrliche Vorbemerkung: Für die meisten deutschen Werbetreibenden mit Budgets zwischen 5.000 und 50.000 Euro pro Monat gibt es am 24. August nichts zu buchen. Ohne Self-Service und ohne Holdinggesellschaft im Rücken bleibt der Zugang zunächst verschlossen. Das ist keine Katastrophe, weil das Inventar ohnehin erst wachsen muss. Nutzbar ist die Zeit trotzdem.
1. Zugangsfrage klären, bevor du sie brauchst.
Wenn deine Agentur zu einer der genannten Holdings gehört oder mit Criteo, StackAdapt, Adobe, Kargo oder Pacvue arbeitet, existiert der Weg schon. Frag konkret nach Verfügbarkeit für den deutschen Markt, nach Mindestvolumen und nach dem Zeitpunkt für den Self-Service-Zugang. Registrieren kannst du dich unabhängig davon unter ads.openai.com.
2. Den Produktfeed behandeln, als wäre er ein Kanal.
Das Karussell zieht aus demselben Feed, der an Google Shopping geht. Titel, Bilder, Beschreibungen und Verfügbarkeiten entscheiden also mit darüber, ob du in ChatGPT überhaupt darstellbar bist. Wer seinen Feed sauber pflegt, hat hier keine zusätzliche Arbeit. Wer ihn seit Jahren durchschleift, hat jetzt einen zweiten Grund, das zu ändern.
3. Messung vorbereiten, nicht nachrüsten.
OpenAI Pixel und Conversions API existieren, das Reporting-Ökosystem ist jünger als das von Google. Leg vorher fest, welche UTM-Struktur du verwendest, wie du ChatGPT-Traffic in GA4 abgrenzt und welche Conversion du als Erfolg zählst. Für alle, die Server-Side-Tracking noch nicht sauber aufgesetzt haben, ist das ein guter Anlass: unser Überblick zu Methoden und Nutzen hilft beim Einstieg.
4. Baseline jetzt festhalten.
Ab dem 24. August verändert sich das Umfeld, in dem deine Marke in ChatGPT auftaucht. Schau dir vorher an, wie viel Referral-Traffic von chatgpt.com bereits kommt, bei welchen Fragen deine Marke genannt wird und wo Wettbewerber genannt werden. Ohne Vorher-Wert wirst du später nicht sagen können, was die Anzeigen bewegt haben.
5. Budget aus dem Testtopf nehmen.
Die dokumentierte Unterauslieferung aus dem US-Pilot ist das beste Argument gegen ambitionierte Zusagen. Plane einen Betrag ein, dessen Ausbleiben du verkraftest, und miss über ein wiederkehrendes Fenster statt über einzelne Tage.
6. Organische Sichtbarkeit nicht mit Werbung verwechseln.
Anzeigen ändern nichts daran, ob und wie ChatGPT deine Marke empfiehlt. Das bleibt eine Frage von Inhalten, Struktur und Autorität. Die drei wichtigsten Maßnahmen für Sichtbarkeit in der KI-Suche haben wir zusammengefasst.
7. Die Lernkurve als Investition betrachten.
Wer heute versteht, wie Werbung in einer Gesprächsoberfläche funktioniert, hat einen Vorsprung, sobald Gemini Ads und die AI-Mode-Formate in Deutschland ankommen. Dieselbe Logik gilt für AI Max in der klassischen Suche: semantisches Matching statt Keyword-Listen, Kontext statt Suchbegriff.
Was ich davon halte
ChatGPT Ads in Deutschland ist eine Terminmeldung mit begrenzter operativer Konsequenz und großer strategischer. Seit dem 24. August bekommen deutsche Nutzer Anzeigen unter ihren Antworten. Buchen können sie fast nur große Marken über große Agenturen. Der Self-Service entscheidet darüber, ob daraus ein Kanal wird oder ein Enterprise-Produkt bleibt.
Was mich mehr beschäftigt als der Start selbst: Der Wettbewerb zwischen OpenAI und Google verläuft gerade entlang der Frage, wie viel Werbung eine Antwort verträgt, ohne dass Nutzer der Antwort misstrauen. Perplexity hat diese Frage für sich mit einem Rückzug beantwortet, Anthropic mit einem Versprechen, OpenAI mit einem Regelwerk und einer Einwilligungsschranke. Google hat sie in der Gemini-App noch nicht beantwortet.
Für die Praxis heißt das: Beobachten, Zugang klären, Feed und Messung in Ordnung bringen. Große Budgets verschiebt hier in den nächsten Monaten niemand seriös.
Werbung wandert in die KI-Antwort. Wir sorgen dafür, dass dein Konto darauf vorbereitet ist.
Wir prüfen deinen Produktfeed, dein Tracking und deine Kampagnenstruktur auf das, was ChatGPT Ads und die KI-Formate bei Google voraussetzen. Damit du direkt einsteigen kannst, sobald es losgeht.
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Häufig gestellte Fragen zu ChatGPT Ads in Deutschland:
Wann startet ChatGPT Ads in Deutschland?
Am 24. August 2026. OpenAI hat die Ausweitung am 18. August angekündigt, Deutschland gehört zu 31 europäischen Märkten, die gleichzeitig freigeschaltet werden. Vorausgegangen war der US-Pilot vom 9. Februar 2026 und der Start in Großbritannien im Juni.
Wer kann ChatGPT Ads in Deutschland überhaupt buchen?
Zum Start läuft der Einkauf über das OpenAI Ads Solutions Team, über Agenturpartner wie Publicis, Omnicom, WPP, Havas, Dentsu und MediaPlus sowie über Technologiepartner wie Adobe, Criteo, Kargo, Pacvue und StackAdapt. Einen Self-Service-Zugang über den Ads Manager stellt OpenAI für später im Quartal in Aussicht, ein Datum gibt es nicht. Registrieren kannst du dich unabhängig davon unter ads.openai.com.
Wer bekommt die Anzeigen in ChatGPT zu sehen?
Nur eingeloggte erwachsene Nutzer in den Tarifen Free und Go. Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu bleiben werbefrei. Bei Konten, die OpenAI als minderjährig einstuft, wird keine Werbung ausgespielt, ebenso wenig in Umfeldern rund um Gesundheit, mentale Gesundheit und Politik.
Beeinflusst Werbung die Antworten von ChatGPT?
Nach OpenAIs Werberichtlinien nicht. Das Unternehmen nennt das Prinzip der Antwortunabhängigkeit: Anzeigen stehen gekennzeichnet unter der Antwort und bleiben von ihr getrennt. Für dich als Werbetreibenden heißt das, du kaufst Sichtbarkeit neben der Empfehlung und keine Empfehlung. Ob deine Marke in der Antwort selbst genannt wird, entscheidet sich weiterhin über Inhalte und Autorität.
Was kostet Werbung in ChatGPT?
Für Deutschland hat OpenAI keine Preise veröffentlicht. Bekannt sind die Abrechnungsmodelle: gestartet ist die Plattform mit CPM, später kamen CPC und ein conversion-optimierter Cost-per-Click dazu. Der Mindestumsatz von 50.000 Dollar für den US-Self-Service ist im Frühjahr weggefallen. Kursierende CPC- und CPM-Werte stammen aus einzelnen Konten oder von Anbietern im selben Markt, belastbare Benchmarks über mehrere Werbetreibende hinweg gibt es bislang nicht.
Was gilt in Deutschland beim Datenschutz?
OpenAI stützt personalisierte Werbung in der EU auf eine ausdrückliche Einwilligung, die jederzeit widerrufbar ist. Das steht in der am 14. August veröffentlichten EU-Datenschutzrichtlinie. Wer zustimmt, kann über Werbeeinstellungen im Konto steuern, welche Daten genutzt werden. Wer nicht zustimmt, sieht trotzdem Werbung, dann rein kontextuell auf Basis der laufenden Unterhaltung und eines groben Standorts, ohne Chatverlauf und Memory. Für dich bedeutet das schwächere Targeting-Möglichkeiten als in den USA.
Gibt es auch Werbung in Google Gemini?
In der Gemini-App nicht. Sie hat am 11. August die Milliarde monatlich aktiver Nutzer überschritten und bleibt werbefrei. Verwirrend ist der Begriff trotzdem, weil Google die neuen Anzeigenformate für den AI Mode auf seiner Ankündigungsseite selbst als von Gemini betrieben beschreibt und auf AI Max sowie Performance Max stellt. Gemini ist bei Google also längst der Motor der Werbung, ohne dass die App eine einzige Anzeige zeigt.
Was kann ich vorbereiten, solange ich keinen Zugang habe?
Vier Dinge. Kläre über deine Agentur oder deinen Technologiepartner, ob und wann ein Zugang für den deutschen Markt möglich ist. Bring deinen Produktfeed in Ordnung, weil das Karussell in ChatGPT dasselbe Format nutzt wie Google Shopping. Leg die Messung vorher fest, also UTM-Struktur, Abgrenzung des ChatGPT-Traffics in GA4 und die Zielconversion. Und halte eine Baseline fest, bevor am 24. August die Werbung startet, damit du später einen Vergleichswert hast.
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Über Searchperts
Searchperts ist eine auf Google Ads spezialisierte SEA-Agentur mit Sitz in Düsseldorf. Seit 2019 betreuen wir über 100 Marken, haben mehr als 119 Millionen Euro Werbebudget verwaltet und dabei ca. 800 Millionen Euro E-Commerce-Umsatz für unsere Kunden generiert.
Als 3-facher Google Premier Partner und einer der Top 3% aller Google Partner in Deutschland testen wir AI Max und neue KI-Formate aktiv in Kundenaccounts, noch bevor sie zum Standard werden.
Auf unserem Blog, Youtube und LinkedIn teilen wir, was wir in echten Accounts lernen, damit du keine Zeit mit Experimenten verschwendest, die wir schon gemacht haben.
Quellen:
- OpenAI: ChatGPT Ads wird in Europa ausgeweitet, 18.08.2026
- OpenAI: Our approach to advertising and expanding access to ChatGPT, 16.01.2026
- Digiday: OpenAI’s ads business hits Europe at the six month mark, 19.08.2026
- Digiday: OpenAI builds offerings on consent as it expands ChatGPT ads to Europe, 18.08.2026
- Digiday: As OpenAI’s ChatGPT ad delivery improves, the doubts it created aren’t so easily fixed, 26.05.2026
- Digiday: OpenAI brings product carousels to ChatGPT ads, 06.08.2026
- Search Engine Land: ChatGPT Ads are expanding to 31 European countries, 19.08.2026
- Search Engine Land: Perplexity stops testing advertising, 18.02.2026
- Search Engine Journal: Google disputes report claiming ads are coming to Gemini in 2026, 12.12.2025
- Adweek: OpenAI Is Taking Its Ad Business to 31 New European Markets, 19.08.2026
- Dentsu: Dentsu named UK launch partner for OpenAI Ads, 05.06.2026